Wie effektiv sind speziell angepasste Trainingsprogramme für Patienten mit chronischen Schmerzen des unteren Rückens – entweder alleine oder in Kombination mit einer Rückenschule?

Durmus D, et a1, 2014, How effective are modified exercise programs on its own or with back school in chronic low back pain? A randomized controIed clinical trial. 1. Back Muscu/oske/et. Rehab/I. May 27. [Epub ahead of print]

Link zum Abstract: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24867906

Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich eine türkische Arbeitsgruppe und konnte anhand der Resultate ihrer Studie feststellen, dass speziell angepasste Trainingsprogramme positive Effekte auf chronische Schmerzen des unteren Rückens haben. Ein Rückenschulprogramm kann diese positive Wirkung noch verstärken. Insgesamt nahmen 121 Patienten an der Untersuchung teil und wurden per Zufall in zwei Gruppen eingeteilt. Die Patienten der Kontrollgruppe führten nur das angepasste Trainingsprogramm durch. Die Patienten in der zweiten Gruppe nahmen zusätzlich an einem Rückenschulprogramm teil. Die Interventionen erfolgten über drei Monate dreimal wöchentlich. Erhoben wurden Schmerzintensität, körperliche Einschränkung, Gehdistanz, Depression und Lebensqualität aller Teilnehmer. Auch wurde die Kraft der Rumpf- und Kniemuskulatur bewertet. Diese Untersuchungen wurden zu Beginn durchgeführt und am Ende der Behandlung sowie nach sechs Monaten wiederholt. Alle Messungen verbesserten sich über die Zeit innerhalb beider Gruppen. Die Rückenschulgruppe war der anderen Gruppe immer überlegen, nur in der Mobilitätsverbesserung war dies nicht der Fall.

 

 

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Was ist Curcuma?

Seit Jahren beschäftigen sich intensive Forschungen mit der traditionellen ayurvedischen Heilpflanze Curcuma. Der sekundäre Pflanzenstoff Curcumin rückt besonders in den Fokus. In der Krebstherapie und gegen Entzündungskrankheiten ist Curcuma ein großer Hoffnungsträger. Auch die Wirkungsweise von Curcumin in unserem Immunsystem rückt immer mehr in den Fokus der Wissenschaft. Curcuma wird auch Gelbwurz genannt und ist vielen als intensives gelb-oranges Gewürz mit moschusartigem Geschmack bekannt. Die aus Südasien stammende Curcuma-Pflanze gehört zu der Familie der Ingwergewächse und wurde bisher auf ihre geschmacklichen und farblichen Eigenschaften reduziert. Curcuma hat aber als Heilpflanze, in der jahrtausendalten ayurvedischen Heilkunst, einen bedeutenden Stellenwert.

Curcuma wird in der westlichen Naturheilkunde als gallenflussanregendes und verdauungsförderndes Heilmittel eingesetzt. Sogar internationale Studien haben bestätigt, dass Curcuma ein gesundheitsförderndes Potential hat. Bei Krankheiten wie Darm-, Lungen- und Lebererkrankungen sowie Entzündungskrankheiten, Herzinfarkte, Alzheimer und Krebs sind die Eigenschaften von Curcuma effektiv. Es wirk antioxidativ, antikanzerogen und entzündungshemmend. In der Curcumawurzel befinden sich ätherische Öle und der bioaktive sekundäre Pflanzenstoff Curcumin als Hauptwirkstoff.

Die Wirkung von Curcuma

Curcumin ist der wichtigste Inhaltsstoff der Curcuma Pflanze. Als Lebensmittelzusatz trägt es den Namen E100 und dient als Färbemittel und Geschmacksträger. Die Pflanze hat eine medizinische Heilwirkung und man kann seine Gesundheit mit ihr fördern und wiederherstellen. Der Inhaltsstoff Curcumin wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend, krebshemmend und kann Schwermetalle aus dem Körper leiten. Bei Diabetes und Alzheimer zeigt es positive Wirkungen. Es hemmt auch den Knochenabbau und kann den Cholesterinspiegel senken. Dadurch das Curcumin nicht gut wasserlöslich ist, wird nur ein geringer Teil im Magen-Darm-Trakt absorbiert. Wenn man Curcumin in Öl erhitzt, erhöht man die Bioverfügbarkeit. In Curcuma sind Ferulasäuren, Kaffeesäuren und Kaffeesäurederivate enthalten. Kaffeesäure hemmt die Produktion von Nitrosaminen (krebserregend und giftig) und kann vor Magenkrebs schützen. Polysaccharide und Stärke sind auch in der Curcuma Pflanze enthalten.

Curcuma regt die Gallenblasenfunktion, das Atmungssystem und den Appetit an. Leberschützende Eigenschaften, antibakteriell und antimikrobiell sind weitere Vorteile von Curcuma. Oft wird die Pflanze bei medizinischen Problemen verwendet wie:

  1. Pilzinfektionen
  2. Kreislaufprobleme
  3. Rheuma
  4. Gebärmuttererkrankungen
  5. Menstruationsprobleme
  6. Arthrose
  7. Hepatitis
  8. Entzündungsbeschwerden

Curcuma stärkt das Nervensystem, beugt Thrombosen vor, arbeitet harntreibend und senkt den Cholesterinspiegel. Fettablagerungen in den Arterien werden verhindert und es kann präventiv gegen Herzinfarkte und Schlaganfälle eingenommen werden. Curcuma enthält Farbstoffe die stark oxidationshemmend sind und freie Radikale bekämpfen, welche Zellschäde verursachen und Folgeerkrankungen wie Krebs hervorrufen können. Auch in Salben gegen Hautkrankheiten findet sich Curcuma wieder, da die entzündungshemmende Eigenschaften die Synthese der entzündungsauslösenden Gewebehormonen stoppt. Der Farbstoff Curcumin baut Zellen ab die die Knochensubstanz angreifen und stoppt so den Knochenschwund (Osteoporose). Bei der Bildung von weißen Blutkörperchen kann Curcuma auch helfen. Die Blutwerte werden verbessert, indem Curcuma die Aufnahme von Sauerstoff optimiert. Auch bei der Behandlung von Demenz, Alzheimer oder Multiple Sklerose wird Curcuma angewendet, da der Farbstoff Curcumin die Blut-Hirn-Schranke passieren kann und das Gehirn bleibt dadurch leistungsfähig. Des Weiteren können die Inhaltsstoffe von Curcuma Krebszellen zerstören und die Bildung von Tumorzellen verhindern.

Wie wird Curcuma angewendet?

Hauptsächlich wird Curcuma als verdauungsförderndes Mittel eingesetzt und bei Störungen der Galle verwendet. Curcuma macht sich aber für die Pharmaindustrie interessant, wegen der therapeutischen Anwendung. Der Farbstoff Curcumin ist nicht patentiert und kann dadurch weltweit frei vertrieben werden. Da Curcuma seit Jahrhunderten in der traditionellen Volksmedizin Anwendung findet, werden auch alle Patentanfragen abgelehnt. Man kann es in Pulverform oder auch als getrocknete Wurzel erhalten. Als Nahrungsergänzung und zur Prävention kann man Curcuma in Kapselform, als Taplette, als Tropfen und als Kombinationspräparat erhalten. Der Wirkstoff Curcumin wird zu Öl verarbeitet und dann als pharmakologischer Wirkstoff eingesetzt.

Man sollte pro Tag nicht mehr als 100 bis 300 Milligramm Curcuma zu sich nehmen. Das gelbe Pulver, was frei verkäuflich ist, weist keine hohen Konzentrationen auf. Deswegen übt es auch nur geringfügige Effekte auf unseren Körper aus. Um eine dauerhafte Verbesserung des Körpers zu garantieren, sollte man Curcuma hochdosiert als Tabletten regelmäßig einnehmen und vor allem in den Wintermonaten darauf achten genug zu sich zu nehmen um das Immunsystem zu stärken.

Bevor man sich einer Behandlung von bestimmten Krankheiten mit Curcuma unterzieht, sollte man zuvor mit seinem Arzt gesprochen haben. Denn bei eine Leber- oder Gallenentzündung sollte Curcuma nicht eingenommen werden. Es können auch Wechselwirkungen bei einer Chemotherapie auftreten, weshalb man dann kein Curcuma zu sich nehmen sollte. Curcuma besitzt kaum Nebenwirkungen, dennoch sollten Schwangere und Kinder vor der Einnahme einen Arzt aufgesucht haben.

Curcuma und seine Nebenwirkungen

Nebenwirkungen können vereinzelt auftreten, wenn Curcuma über einen längeren Zeitraum eingenommen wird und die Dosierung viel zu hoch ist. Die Nebenwirkungen können nach kürzester Zeit wieder verschwinden, wenn die Dosis reduziert wurde oder eine Einnahmepause vollzogen wurde. Die am häufigsten beschriebenen Nebenwirkungen von Curcuma betreffen den Magen-Darm-Trakt. Bei Menschen mit einem empfindlichen Magen kann es zu Durchfällen, leichten Bauchkrämpfen und Magenbeschwerden kommen. Falls eine starke Lebererkrankung vorliegt, wie zum Beispiel einer Leberentzündung, Gallenblasenentzündung oder unter Gallensteinen leidet, sollte man von einer hohen Dosierung von Curcuma absehen. Bislang gibt es auch noch keine Ergebnisse über die Anwendung bei Schwangeren, Kleinkindern oder in der Stillzeit.

Man kann von einer Überdosierung von Curcuma sprechen, wenn die tägliche Zufuhr mehr als 8-12 g beträgt. Diese Überdosierung kann auch bei stoffwechselgesunden Personen eine mittelschwere Reizung der Magenschleimhaut hervorrufen.

Menschen mit akuter Magenschleimhautentzündung, Gastritis oder unter Magengeschwüren leiden sollten Curcuma vorsichtig anwenden. Patienten die unter TTP (thrombozytopenischer Purpura) leiden, sollten auf keinen Fall Curcuma als Nahrungsergänzung zu sich nehmen, da lebensbedrohliche Nebenwirkungen auftreten können.

Fazit – Curcuma

Curcuma – Das hochwirksame Naturarznei ist trotz möglicher Nebenwirkungen ein ausgezeichnetes Naturheilmittel mit hohen Heilpotenzial. Nebenwirkungen treten nur bei Überdosierung auf und das auch nur sehr selten. Es ist wichtig das die Dosierung Stetig und Langfristig gehalten wird.

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